Wie man mit 160 € in Armada einsteigt... und wo man wieder aufhört - Teil II: Das galaktische Imperium

Update August 2017: Ich habe nach dem Erscheinen der Errata sowie von Welle VI diesen Artikel überarbeitet, da einiges nicht mehr auf dem neusten Stand war. Sämtliche Änderungen sind als solche markiert.

 

Letztes Mal hat sich der Rebellenabschaum mit allerlei Feinem eingedeckt, um ihre anarchistischen Ziele voranzubringen. Zeit, dass das Imperium nachzieht und... zurückschlägt!

Wie letztes Mal wird auch dieser Artikel vordergründig eine Kaufberatung für Einsteiger ins Spiel sein. Wie letztes Mal versteckt sich jedoch mehr dahinter - nämlich wenn wir uns die taktischen und strategischen Eigenarten der verschiedenen Erweiterungen ansehen, um zu ermitteln, wie oft es sinnvoll ist, sie sich zu kaufen. Doch der Artikel dieser Woche wird noch mehr bieten: Am Ende wartet auf uns eine schreckliche Erkenntnis! Worum es dabei geht? Nichts da. Schön der Reihe nach durchlesen!

 

Ich beginne wieder mit der Zusammenstellung einer Grundausstattung für 160 € - dieses Mal aber für das Imperium. Dann werde ich mir in der Reihe, wie ich weitere Einkäufe für sinnvoll halte, alle weiteren Erweiterungen vorknöpfen. Für die Logik des ganzen Prozedere und die Tipps zum Geldsparen einfach nochmal den ersten Teil des Artikels von letzter Woche lesen.

 

Wie erhält man also ein galaktisches Imperium für nur 160 €?

 

  1. Wieder holen wir uns natürlich das obligatorische Grundspiel für 75 €.
  2. OK, Zeit dafür ehrlich zu sein. Wenn wir uns für das Imperium entscheiden, dann aus einem und nur einem Grund: dem imperialen Sternenzerstörer. Vielleicht gäbe es billigere Schiffe für den Einstieg ins Spiel, aber egal. Der muss einfach her: 37 €. Zudem ist er ein extrem vielseitiges Schiff: ein hervorragender Staffelträger, ein furchteinflößender Nahkämpfer und ebenso ein einschüchternder Fernkämpfer.
  3. Wie bei den Rebellen ist auch hier die erste Erweiterung der Sternenjäger des Imperiums fast ein Muss (Tie Bomber, Tie Abfangjäger und Tie Turbojäger sowie Fliegerasse wie Darth Vader kommen ins Spiel). Besonders das imperiale Bomber-Ass Major Rhymer ist extrem stark und darf in keiner imperialen Sammlung fehlen. Jeder Bomber-zentrierte imperiale Staffelschwarm (genannt Ryhmer-Ball) MUSS ihn haben (Update: Seit dem Erscheinen der FAQ ist Rhymer deutlich geschwächt und praktisch aus dem Spiel verschwunden; dennoch ist die Erweiterung weiterhin verpflichtend). 18 €.
  4. Und wiederum wie bei den Rebellen würde ich auch hier die Flottillen-Erweiterung holen: den Imperialen Angriffsträger – und zwar aus den gleichen Gründen und zum gleichen Preis: 18 €.

Damit sind wir bei 148 € und haben keinen Platz mehr im Budget für eine weitere Erweiterung – der Sternenzerstörer ist nun halt einmal die teuerste Erweiterung. Die gegenüber den Rebellen fehlende Schurken und Halunken-Erweiterung schmerzt hier zum Glück nicht ganz so sehr, da das Imperium das fehlende Spionage-Schlüsselwort dank Admiral Chiraneau teilweise kompensieren kann. Aber immerhin: Ein galaktisches Imperium bekommt man schon für 148 €, während eine Rebellenallianz das letzte Mal, wie zu erwarten völlig disziplinslos, die 160 € überschritt (wenn auch nur um einen Euro).

Was holen wir als nächstes, um zu verhindern, dass sich der Funke der Rebellion ausbreitet? Anmerkung: Die Erweiterung Konflikt um Corellia bespreche ich dieses Mal gar nicht, da für sie auf imperialer Seite exakt dasselbe gilt, was letztes Mal für die Rebellenallianz gesagt wurde.

 

Schurken und Abschaum

Schurken und Abschaum
Schurken und Abschaum

Für die Rebellen war die oben schon in den 160 € drin, für das Imperium fehlte sie noch. Hat man sie noch nicht, wird es höchste Zeit, sie sich anzuschaffen. Für sie gilt das Gleiche, was das letzte Mal bei den Rebellen gesagt wurde. Ich wiederhole dieses Mal nicht, mich über die verpatzte Erweiterung zu ärgern, und gehe wieder zähneknirschend zur Frage über, wie oft sie zu kaufen ist: Einmal früh reicht auch hier. Mehrfachkäufe sind vor allem auf Grund der Firespray nicht sinnbefreit. Bis zu viermal habe ich sie bisweilen in meinen Flotten untergebracht (und vielleicht ist sie auch öfter noch sinnvoll). Wieder gilt es sich zu fragen, ob es sich lohnt, all das Geld nur wegen einer einzigen Staffel auszugeben.

 

 

Sternenzerstörer der Gladiatorklasse

Ein Sternenzerstörer der Gladiatorklasse
Ein Sternenzerstörer der Gladiatorklasse

Der zermalmende Hammer des Imperiums! Dank des Vernichter-Titels auch immer und immer wieder als zu stark verschrien. Ein Schiff, das auf dem Spielfeld zu navigieren einfach Spaß macht. Vergesst nicht ihn mit Flugkörperexperten, Antriebstechnikern und einer hübschen Flugkörperaufrüstung auszurüsten – falls die Punkte dafür da sind, auch mit einem Geheimdienstoffizier. Wenn ihr sowohl erste wie auch letzte Aktivierung in einer Rund habt, könnt Ihr den gefürchteten Dreifachangriff des Vernichters durchführen: Als letzte Aktivierung aus weiter Distanz dank der Antriebstechniker nah an den Gegner heranfliegen und Dank Vernichter einen ersten Angriff durchführen. In der nächsten Runde wieder als erstes aktivieren, zweimal angreifen und entfliehen, bevor der Gegner überhaupt reagieren kann. Einen solchen Dreifachangriff halten nur die robustesten Schiffe der Gegenseite aus – und sind dennoch danach schon nahe daran, schrottreif zu sein. Und immer daran denken: Der Vernichter will Navigationskommandos. Die ganze Zeit. Allerdings ist es nicht leicht, mehrere Gladiatoren sinnvoll in einer Flotte unterzubringen. Hier schlägt die Nahakampfbeschränkung, wie wir sie letzte Woche bei der MC30c sahen, voll zu und wird noch dadurch verstärkt, dass der Gladiator nicht so robuste Titel hat. Daher ließe ich es bei einem Kauf dieser Erweiterung und schlüge nur bei sehr gutem Plan ein zweites Mal zu. Dreimal die Erweiterung scheint mir völlig sinnlos. Ich habe zwar Flotten mit drei Gladiatoren geflogen, aber nichts damit erreichen können. Das mag jedoch auch an mir gelegen haben.

 

Update: Die Errata des FAQ haben den Vernichter in Kombination mit Antriebstechnikern abgeschwächt. Was heißt das? Nichts! Er ist noch immer extrem stark und ich würde mir ihn noch immer als erstes nach den genannten Erweiterungen kaufen.

 

 

Leichter Imperialer Kreuzer

Ein leichter imperialer Kreuzer
Ein leichter imperialer Kreuzer

Brandneu aus den imperialen Werften kommt diese Erweiterung. Und sie ist geglückt (zumindest nach meinen vorläufigen Testversuchen). Endlich hat das Imperium ein Schiff, dass vergleichsweise günstig ist und sich für den Flankeneinsatz lohnt. Da der leichte Kreuzer vornehmlich auf rote Würfel setzt, ist es auch endlich ein Schiff, über dass sich Darth Vader als Flottenkommandant freut (denn bei den unzuverlässigen roten Würfeln ist seine Fähigkeit, Würfel nochmals zu würfeln besonders wertvoll).

Aber damit erschöpft sich der Nutzen nicht. Der Hand of Justice-Titel macht Vaders Sternenzerstörer auch ein wenig resistenter. Der Centicore-Titel ermöglicht zusammen mit dem Lambda Shuttle dezentrale Aktivierung eines großen Staffelschwarms. Und mit Admiral Needa und Tubrolaser-Umleitungskreisen ausgerüstet passt dieses Schiff fast genauso gut wie auf Rebellenseite die CR90 in jede Flotte.

Sobald man beginnt, sich Erweiterungen mehrfach zu kaufen, kann man hier bedenkenlos zuschlagen. Mehr als drei würde ich mir aber ohne konkreten Bedarf nicht holen. Vielleicht sogar nur zwei.

 

Update: Nach einigem Testen hat sich für mich gezeigt, dass ich mehr als einen nur selten in Flotten unterbringe. Drei habe ich zwar bisweilen, aber sehr, sehr selten - und selbst dann bin ich nicht von der Stärke der Flotte überzeugt.

 

Sternenjägerstaffeln des Imperium II

Die Sternenjägerstaffeln des Imperiums II
Die Sternenjägerstaffeln des Imperiums II

Mit Welle V ganz frisch eingetroffen sind viele interessante Staffeln hier dabei. Mir gefällt besonders das Lambda Shuttle: Das Strategic- und das Relay-Kennwort bieten eine Menge interessanter Einsatzmöglichkeiten: Zielmarker verschieben und Staffeln vom anderen Ende der Karte aus zu aktivieren erlaubt ganz neues taktisches Vorgehen und neue strategische Flottenkomposition. Auch die anderen Staffeln der Erweiterung scheinen leicht einen Platz in der ein oder anderen imperialen Liste finden zu können. Bei der Decimator bin ich von ihrem Nutzen nicht richtig überzeugt (zwar sehen die drei blauen Würfel Antischiffsbewaffnung nach viel aus, sind es aber nicht - statistisch gesehen sind die beiden blauen der Firespray dank Bomber-Kennwort wertvoller). Dagegen hat der Tie Defender dank seiner hohen Geschwindigkeit (5!) und starken Hülle hübsches Nervpotential für die Rebellen. Der Tie Defender dürfte der Grund sein, warum es nicht verkehrt ist, sich diese Erweiterung ein zweites Mal zu kaufen. Vielleicht sogar ein drittes Mal.

 

Update: Inzwischen brauche ich für fast keine Flotte brauche diese Erweiterung mehr als einmal. Es gibt vereinzelt Fälle, in denen ich drei Decimatoren in einer Flotte unterbringe (dank Valen Rudor aus der Konflikt um Corellia-Erweiterung; dank ihm verlieren sie nämlich effektiv ihr Schwer-Schlüsselwort). Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Tie Phantome gut mit Admiral Sloane aus Welle VI funktionieren - was mehrere dieser Erweiterungen sinnvoll machen würde.

 

Imperiale Sturmkorvette

Eine imperiale Sturmkorvette
Eine imperiale Sturmkorvette

Als diese Erweiterung herauskam, erschien sie das Gegenstück zur CR90 zu sein. Klein, fragil, aber schnell! Eine zweite CR90. Ist sie aber nicht. Obwohl sie sich so zu ähneln scheinen, trennt diese beiden Schiffe Welten. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, der wichtigste davon aber ist: keine roten Würfel! Und die fehlen bitterlich. Die CR90 wie auch die imperiale Sturmkorvette sind zu fragil, um den Nahkampf mit stärkeren Schiffen zu wagen. Das Rezept der CR90 ist, einfach auf Distanz zu bleiben. Das kann die Sturmkorvette aber nicht, denn sie hat keine roten Würfel. Noch schlimmer: Richtig wohl fühlt sie sich erst auf schwarze Distanz. Da ist sie aber tot. Zumindest schnell tot. Kein anderes Schiff leidet so sehr an der Nahkampfbeschränkung, wie wir sie bereits für die MC30c Torpedofregatte besprochen haben. Dass die Sturmkorvette davon besonders betroffen ist, hängt damit zusammen, dass sie zusätzlich so enorm fragil ist. Wenn ein großes Schiff nur einmal unvorsichtig niest, ist sie nur noch Weltraumschrott. Somit ergibt sich eine extreme Schieflage zwischen CR90 und Sturmkorvette: Während man von ersterer nicht genug haben kann, fällt es mir schwer die Sturmkorvette auch nur ein einziges Mal zu empfehlen. Wozu ist sie überhaupt gut? Zuerst kann man sie ähnlich wie MC30c und Gladiator einsetzen, aber mit deutlich, deutlich geringerer Schlagkraft und deutlich geringerer Übelebenschance. Das bedeutet natürlich, dass man eher einen Gladiator in einer Flotte unterbringt als eine Sturmkorvette. Will man aber mehrere Nahkämpfer einsetzen und muss Flottenpunkte sparen, so kommt die Sturmkorvette ins Spiel. Tatsächlich gewann eine Liste aus einem Gladiator und vier Sturmkorvetten letztes Jahr die sogenannte VASSAL-Weltmeisterschaft. Also doch jede Menge von den kleinen Dingern? Nein. Denn erstens war das noch zu Zeiten von Welle II, wo dies das günstigste Schiff des Imperiums war und man außerdem mit fünf Aktivierungen und einem Initiativegebot von 13 Punkten sicher erste und letzte Aktivierung einer Runde hatte, sodass der Vernichter-Gladiator Tod aufs Spielfeld bringen konnte. Zweitens muss man, wie bei der MC30c besprochen, sehr fähig darin sein, mehrere Nahkämpfer gleichzeitig ins Feld zu führen, da es sehr leicht ist, zu verhindern, dass alle davon zum Zug kommen. Es gibt jedoch noch eine Nische, welche die Sturmkorvette besser als jedes andere Schiff ausfüllt: Sie kann ein hervorragender Staffelkiller sein! Ausgerüstet mit Agent Kallus, dem Titel Ungestüm und in der Sturm II-Klasse mit den Skrupellosen Strategen, in der Sturm-Klasse mit den Flechette Torpedoes, kann dieses Schiff gegnerische Staffeln zu Staub zermalen. Allerdings braucht es dann einen ordentlichen Schild aus Staffeln, da es sonst von den gegnerischen Bombern zerlegt wird, bevor es überhaupt zum Zuge kommt. Und selbst mit solch einem Schild gilt: Fürchtet das Spionage-Kennwort, dass die gegnerischen Bomber dennoch zum Zuge kommen lassen kann. Ergebnis? Wie oft jetzt diese Erweiterung? Einmal würde ich sie mir holen. Jedes weitere Mal braucht einen sehr guten Plan und viel, viel Übung.

 

Update: Die External Racks-Aufwertungskarte sowie die Disposable Capacitators von Welle VI haben der Sturmkorvette neuen Wind verliehen. Inzwischen sind drei davon sicher nicht verkehrt. Dennoch brauchen sie immer noch viel Übung.

 

 

Interdictor

Die Interdictor
Die Interdictor

Der Gedanke an diese Erweiterung lässt Tränen über mein Gesicht kullern. Ich liebe das Prinzip des Interdictors. Die Experimentellen Sondersausstattungen sind einfach gelungen. Die Art und Weise, wie man Möglichkeiten erhält, den Aufbau oder das Geschehen des Schlachtfeldes zu kontrollieren, machen einfach Spaß.

Aber, aber, aber… Es gelingt mir nicht (und soweit ich es sehen kann auch niemandem sonst) die Interdictor in eine Flotte zu packen, die eine Chance gegen kompetitiv hochgezüchtete Listen hat. Sie kostet einfach zu viele Flottenpunkte, um mit ihr einen Stich zu landen – beziehungsweise ihr fehlt die Ausbaubarkeit (Waffenteam, Turbolaser, Defensive Nachrüstung), um für den Gegner eine ernsthafte Bedrohung zu werden. Maximal einmal kaufen. Und um schmerzhaft ehrlich zu sein: Kein Mal wird dem Imperium (und dem Geldbeutel) auch nicht schaden. Es ist zum Heulen.

 

Update: Auch die Interdictor profitiert von den Disposable Capacitators. Mehr als einmal würde ich mir die Erweiterung aber dennoch nicht kaufen.

 

Update: Quasar Angriffsträger

Der Quasar Angriffsträger
Der Quasar Angriffsträger

Mit dem Quasar kam erstmalig ein Schiff heraus, das voll und ganz keine andere Aufgabe hat, als Staffeln zu aktivieren. Für moderate Flottenpunktekosten kann man vier Staffeln gleichzeitig aktivieren - und diese Zahl kann dank weiterer Aufwertungen auf 6 gehoben und massiv verstärkt werden. Die größte Konkurrenz des Quasars bleibt die Gozanti-Flotille, die enorm viel billiger ist, auch wenn sie die Staffeln nicht durch entsprechende Aufwertungen verbessern kann.

Der Quasar hat dennoch seinen Platz und ich kann mir zahlreiche starke Listen mit ihm vorstellen. Mehr als einmal kann ich ihn jedoch nicht guten Gewissens empfehlen.

 


 

Wie letzte Woche schauen wir uns jetzt die Schiffe an, die wir nach obiger 160 €-Kaufempfehlung bereits haben, und fragen uns, ob es sinnvoll ist, sie ein weiteres Mal zu kaufen, und wenn ja, wie oft.

 

Sternenjägerstaffeln des Imperiums

Die Sternenjägerstaffeln des Imperiums
Die Sternenjägerstaffeln des Imperiums

Diese Erweiterung will öfter besessen werden! Allerdings ist es nicht wie beim Rebellengegenstück so, dass mehrere Staffeltypen der Grund dafür sind. Es ist recht selten, dass man mehr an Tie Jägern, Tie Turbojägern oder Tie Abfangjägern benötigt, als das Grundspiel und ein Exemplar dieser Erweiterung ermöglichen. Es ist der Tie Bomber, der in großer Zahl Sinn ergibt. Zweimal diese Erweiterung ist sicher nicht verkehrt. Dreimal wird man sie seltener brauchen, aber es kann schon passieren. Ein viertes Mal würde mir sie mir nur mit einem sehr gut ausgeklügeltem Plan holen (wie ihn einmal jemand hatte, der mich mit sieben Tie Bombern nach Strich und Faden abgezogen hat).

 

Imperialier Angriffsträger

Eine Flottille bestehend aus imperialen Angriffsträgern
Eine Flottille bestehend aus imperialen Angriffsträgern

Der verlgichen mit den Rebellentransportern höhrere Preis des Angriffsträgers sorgt dafür, dass man schneller zögert, viele davon in eine Flotte zu integrieren. Während ich viele Rebellenflotten gesehen habe (beispielsweise die des amtierenden Weltmeisters und die des Vizeweltmeisters) die drei Flottillen ins Felde führen, fällt es mir schwer drei davon in einer kompetitiven imperialen Flotte unterzubringen - was auch mit daran liegt, dass die anderen imperialen Schiffe nicht gerade günstig sind. Meine Empfehlung geht daher dazu, sich diese Flottille nur ein zweites Mal anzuschaffen. Nun ja, es muss natürlich erwähnt werden (was wohl auch viele in diesem Moment denken), dass den amtierenden deutschen Meister acht (!) davon zu seinem Ruhm verholfen haben. Mit einem guten Plan gehen also auch mehr!

 

Sternenzerstörer der Siegesklasse

Ein Sternenzerstörer der Siegesklasse
Ein Sternenzerstörer der Siegesklasse

Sehr früh hatte sich die Meinung durchgesetzt, dass das Schiff eigentlich nur zur Staffelaktivierung taugt. Es war zu langsam und vor allem zu unbeweglich für sonstige Zwecke. Die Sieg II-Klasse war zudem noch zu teuer. Mit Erscheinen von Welle III hieß es, das Licht auszumachen, für die Siegesklasse. An Schiffe zur Staffelaktivierung kam man mit den neu erschienen Flottillen einfach viel, viel billiger.

Doch Moff Jerjerrod in der Welle V schickt sich an, das Licht wieder einzuschalten. Mit ihm könnte die Siegesklasse ein Comeback erhalten, da ihr größter Nachteil (ihre mangelnde Wendigkeit) aufgehoben wird. Bis Welle IV hätte ich gesagt, man solle von dieser Erweiterung die Finger weglassen. Jetzt ist das Spiel wieder offen und die Zukunft muss zeigen, wie oft die Siegesklasse sinnvoll ist. Noch fehlt mir jegliches Gespür, um irgendeine Kaufempfehlung abzugeben.

 

Update: Die Siegesklasse ist zurück. Dank Moff Jerjerrod, den Disposable Capacitators und den Quad Battery Turrets können auch mehrere davon in einer Flotte ihren Platz finden. Ich würde mir die Erweiterung einmal kaufen (womit man dann also zwei Siegesklassen besitzt). Vielleicht sind mit einem guten Plan auch mehr davon möglich.

 

Sternenzerstörer der Imperiumsklasse

Ein imperialer Sternenzerstörer
Ein imperialer Sternenzerstörer

Zeit, das Gehirn auszuschalten und mit dem Sabbern zu beginnen. Wie oft? Kaufen, kaufen, kaufen! Man kann maximal drei in einer Flotte unterbringen? Egal! Zehn sind nicht genug! Möge die Rebellenallianz schon allein beim Anblick dieses Schiffes in sich zusammensacken! Sagte ich schon "kaufen, kaufen, kaufen!"?

Jaja, ich beruhige mich ja schon wieder. Also tatsächlich sind drei davon in einer Flotte möglich. Mit Admiral Motti hat man dann sogar 42 Hüllenpunkte. Da haben die Rebellen schon ganz schön daran zu kauen. Dass jemand eine solche Liste erfolgreich geflogen hat, habe ich allerdings noch nicht erlebt. Der Aufstellungsnachteil alleine ist schon so enorm, dass er auch von all der Hülle nicht ausgeglichen werden kann.

Der imperiale Sternenzerstörer lebt davon, dass er entsprechend seiner Aufgaube ausgerüstet wird. Und meist ist dies recht teuer. Kommen dann auch noch Staffeln hinzu, bleiben noch wenig oder gar keine Punkte für ein weiteres Schiff, wenn man zwei Sternenzerstörer ins Feld führt.

Natürlich muss an dieser Stelle auf eine Flotte verwiesen werden, wo zwei imperiale Sternenzerstörer von drei Schiffen begleitet wurden und diese Flotte sogar kompetitiv sehr erfolgreich war. Auf meinem Blog gab es sogar ein Interview dazu. Doch auf all die Staffeln zu verzichten ist äußerst heikel. Besonders seit Welle IV, seit der die Yavaris so unglaublich tödlich wurde. Beim aktuell laufenden VASSAL Armada World Cup hat daher auch der Erfinder dieser Flotte, sie aufgegeben und führt die beiden ISD nun mit Staffeln und nur noch einem Begleitschiff ins Feld. Dass aber eine solche Flotte kompetitiv erfolgreich gespielt werden kann, habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Vielleicht geht es mit einem guten Plan. Wie oft ist es also sinnvoll diese Erweiterung zu kaufen? Ohne Plan sollte man sie sich nur... sollte man sie sich nur... Merkwürdig... Meine Finger weigern sich weiter zu tippen. Ich weigere mich! Ich breche hier ab.

 

Schlussbetrachtungen

Betrachtet man die Kaufempfehlung auf Rebellenseite und vergleicht man sie mit der des Imperiums fällt einem schnell sehr Beunruhigendes auf. Stellen wir die Schiffe der verschiedenen Wellen einmal gegenüber:

 

Grundspiel + Welle I

  • CR90 vs. Siegesklasse: Update 2+ zu 2
  • Angriffsfregatte vs. Gladiator: 1+ zu 1
  • Sternjäger Rebellen vs. Imperium: 3+ zu 3+
  • Nebulon B: 1 (hier gibt es keinen imperialen Gegner)

Update: n der ersten Runde, haben die Rebellen einen leichten Vorteil, was die Vielfalt ihrer Schiffe angeht.

 

Welle II

  • Schurken und Abschaum vs. Schurken und Abschaum: 2 bis 8 vs. 2 bis 5
  • Heimat Eins vs. Imperiumsklasse: 1 vs. 1
  • MC30c vs. Sturmkorvette: 1+ vs. 1

In Welle II haben wir ebenfalls einen Rebellenvorteil.

 

Welle III

  • Transporter vs. Angriffsträger: 3 vs. 2

Und wieder.

 

Welle IV

  • Liberty vs. Interdictor: 1 vs. Update: schwache 1

Das war deutlich und schmerzt darüber hinaus.

 

Welle V

  • Phönixnest vs. leichter Kreuzer: 1 vs. 2+
  • Sternjänger Rebellen II vs. Imperium II: 1 bis 4+ vs. 1 bis 3

Dieses Mal würde ich sagen, dass der Vorteil auf Imperiumsseite ist.

 

Update: Welle VI

  • Hammerhai Korvette vs. Quasar: 2 vs. 1

Und wieder haben die Rebellen die Nase vorne.

 

Daraus folgt aber, dass der Rebellion ein viel größere Flottenvarianz zur Verfügung steht, wenn man alle Wellen zusammennimmt. Dies wiederspiegelt auch meine eigenen Erfahrungen bei der Flottenkomposition. Mir fällt es viel leichter auf Rebellenseite mit einer neuen Idee um die Ecke zu kommen. Auf Imperiumsseite versuche ich dagegen immer Flotten zu bauen, die zeigen, dass verloren geglaubte Schiffe oder Aufwertungen villeicht doch funktionieren. Spiele ich auf garantiert kompetitiv erfolgreich, kommen doch immer wieder dieselben Schiffe und Aufwertungen zum Zuge. Auch wenn Welle V erstmalig Linderung verschafft (Update: und Welle VI alte imperiale Schiffe attraktiver machte) scheint es mir so, dass die Rebellenallianz variantenreicher ist. Und dabei haben wir uns noch nicht einmal die Aufwertungen angeschaut, die mir auf Rebellenseite ebenfalls vielfältiger zu sein scheinen. Eine schreckliche Erkenntnis, um mit ihr einen Artikel zu beenden. Doch gibt es eine Möglichkeit, als imperialer Spieler mit weniger Optionen dennoch zu glänzen? Ja! Esst mehr Sith-Karotten!

 

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